Niederasphe: 38 Teilnehmer wanderten nachts auf der Suche nach den Tieren

Niederasphe: An einer Fledermauswanderung, die der Naturschutzbund Niederasphe organisiert hatte, nahmen 38 Interessierte teil.
Bevor die Wanderer mit Fledermausdetektoren bewaffnet, die "Jagd" nach den kleinen Säugetieren starteten, informierte Marion Weber, Angestellte des Arbeitskreises Wildbiologie der Universität Gießen, über das Leben der Fledermäuse. Zur Kirche in Niederasphe waren kleine und große Fledermausinteressierte gekommen.
Die Wildbiologin erklärte die geheimnisvolle Lebensweise der Tiere mit Hilfe von Fotografien. Zudem ahmten die Kinder das Verhalten der Insektenjäger nach, indem sie nur mit dem Mund und ohne Hände Gummibärchen fangen mußten.
Anschließend machten sich die 15 Kinder und 23 Erwachsenen beim Einbruch der Dämmerung auf den Weg. Der siebenjährige Jens Jesberg und sein fünfjähriger Bruder Frank aus Amönau hatten sogar Taschenlampen mitgenommen. Der achtjährige Patrick Holzapfel aus Simtshausen hatte in seinem Rucksack einige Butterbrote eingepackt.
Auf dem Weg zu dem Waldstück war noch keine Fledermaus zu sehen, sobald man jedoch den Wald errreicht hatte, huschte plötzlich eines der Tiere durch die Luft. Das kommentierten die Wanderer mit Ausrufen wie "ooh" und "schön".
Im Wald sah man auch einige Kästen, die die Mitglieder des Naturschutzbundes Niederasphe für die Fledermäuse an den Bäumen aufgehangen hatten.
Nachdem man mit Hilfe der Fledermausdetektoren noch einige Tiere erspähen konnte, machten sich die kleinen und großen Wanderer wieder auf den Heimweg.
[von Nicole Marburger, Oberhessische Presse 12.08.1998]

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